Hilfsmittel für Rollstuhlfahrer

Barrierefrei in Beruf und Freizeit

Rollstuhlrampe, Treppenlift, Badewannenlift und Co: “Hilfsmittel” erleichtern Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern den Alltag - sei es zu Hause, unterwegs oder im Beruf. Wichtig: Nicht alle Hilfsmittel sind Hilfsmittel gemäß Hilfsmittelverzeichnis der Kranken- und Pflegekassen. Entsprechend werden nicht alle Produkte von der Krankenkasse oder der Pflegekasse bezahlt.

Rollstuhl-Treppenlift

Bei Rollstuhlliften unterscheidet man zwischen Hubliften und Plattformliften. Die Bezeichnung ist etwas missverständlich, da natürlich auch ein Hublift über eine befahrbare Plattform verfügt. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Hublift senkrecht auf und ab fährt, während der Plattformlift als “echter” Treppenlift schräg “läuft” (Treppenschrägaufzug). 

Eine direkte Kostenbeteiligung seitens der Krankenkasse oder Pflegekasse gibt es nicht, da Treppenlifte nicht als (Pflege)hilfsmittel gelten. Dennoch ist die Finanzierung (vor allem gebrauchter Modelle) über den Pflegekassenzuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen möglich. 

Rollstuhllift

Badewannenlift

Eine rollstuhlgerechte Dusche mag die einfachere Lösung sein, doch so ein Vollbad ist schlichtweg viel entspannender. Damit auch der Einstieg in die Badewanne problemlos gelingt, sollte man - sofern es keine Badewanne mit Tür ist - auf einen Badewannenlift zurückgreifen.

Wurde der Lift vom Arzt verordnet, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein Stuhlliftsystem. Die Preise hängen von der Ausstattung und Tragfähigkeit ab und liegen zwischen 200 und 800 Euro.

Kissen- und Tuchlifter sind hingegen keine anerkannten Hilfsmittel, müssen also aus eigener Tasche bezahlt bzw. anderweitig finanziert werden. Die Kosten liegen zwischen 800 und 3.000 Euro.

Badezimmer

Rollstuhlrampe

Die Rollstuhlrampe ist eine kostengünstige Alternative oder Ergänzung zum Treppenlift - jedenfalls für kurze Treppen bzw. Treppen mit geringem Steigungswinkel.

Für Selbstfahrer sollte die Steigung 6 bis maximal 10 % nicht überschreiten. Mit Hilfsperson sind 12 bis 20 % Steigung möglich - auch mit Elektroantrieb ist bei 20 % Steigung Schluss. Im Vergleich: Ein Treppenlift schafft bis zu 75 % Steigung. Senkrechtlifte und Aufzüge logischerweise 100 %. 

Rollstuhlrampen gibt es in verschiedenen Ausführung für Bodenschwellen, Bordsteinkanten, die Balkontür oder Terrassentür (Türschwellenrampe), den Einstieg ins Auto oder in öffentliche Verkehrsmittel sowie für den mühelosen Einstieg in eine nicht-bodengleiche Dusche

Die Kosten für Rollstuhlrampen werden von der Krankenkasse übernommen, da sie im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind.

Rollstuhlrampe (2)

Treppenraupe

Treppensteiger bzw. Treppenraupen sind eine mobile Treppensteighilfe für RollstuhlfahrerInnen und deutlich günstiger als ein Treppenlift. Allerdings ist bei den meisten Modelle eine Begleitpersonen notwendig, welche die Treppenraupe bedient. 

Klarer Vorteil hingegen: Die Produkte sind im Pflegehilfsmittelverzeichnis aufgeführt und werden bei bestehendem Pflegegrad von der Pflegekasse bezahlt.

Grundlegend unterscheidet man zwischen Treppenraupen mit integrierter Sitzeinheit sowie solchen, die an den Rollstuhl gekoppelt werden. Die Kosten liegen zwischen 1.000 und 5.000 Euro (Neupreis).

Treppe

Wichtiger Unterschied: Hilfsmittel vs. Pflegehilfsmittel

Hilfsmittel helfen Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen, die dadurch bestehenden Einschränkungen auszugleichen. Diese werden von der Krankenkasse bezuschusst sofern sie von einem Vertragspartner der Versicherung bezogen werden. Dazu zählen beispielsweise die oben erwähnten Rollstuhlrampen aber auch Rollstühle an sich. 

Pflegehilfsmittel hingegen werden von der Pflegekasse (meist der Krankenkasse angeschlossen, gleiche/r Ansprechpartner*in) bezuschusst. Beispiele sind Pflegebetten, Pflegebetttische und Hausnotrufsysteme. Auch der Rollstuhl kann ein Pflegehilfsmittel sein.

Eine Unterkategorie sind die sogenannten Pflegehilfsmittel zum Verbrauch wie Einweg-Betteinlagen, Schutzbekleidung, Desinfektionsmittel, Mundschutze oder Schutzschürzen.  Windeln und Einlagen zählen hingegen zum Leistungsspektrum der Krankenkasse.

Hilfsmittel fürs Auto gesucht?

Sie sind auf der Suche nach Hilfen, die Ihnen den Einstieg ins Auto erleichtern bzw. das Autofahren als RollstuhlfahrerIn grundlegend ermöglichen - z. B. Schwenksitz, Umsetzhilfe, Lenkhilfe, Handgas und Verladekran? Alle Infos dazu finden Sie auf unserer Seite "rollstuhlgerechtes Auto".

Barrierefrei leben: wichtige Hilfsmittel

Ob Rollstuhlrampe oder Rollstuhllift: Mit dem passenden Zubehör erlangen Sie ein Höchstmaß an Selbstständigkeit. Gerne beraten Sie unsere lokalen Partnerfirmen rund um Lösungen für Innenräume und Außenbereiche.

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